Presseartikel

Quelle: Dingolfinger Anzeiger, Stand 10.09.2022

Quelle: Landauer Zeitung, Stand 21.06.2022

Quelle: Landauer Neue Presse, Stand 21.06.2022

Quelle: Dingolfinger Anzeiger, Stand 21.06.2022

 

Neue Klimaschutzmanagerin

Energie-AG besprach Themen

Quelle: Dingolfinger Anzeiger, Stand 28.05.2022

Reisbach. (mb): Als die Energie-AG kürzlich ein Treffen anberaumt hatte, wurde den Mitgliedern, unter ihnen auch Erster Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner, Katrin Riedmayr vorgestellt. In ihrer Funktion als neue Klimaschutzmanagerin des Landkreises ist sie seit Anfang März im Amt und freut sich auf eine Zusammenarbeit mit diesem Kreis. Sie wurde bereits auf das Anliegen angesprochen, dass die Gemeinden des Landkreises sich auf einer Plattform über Klimaschutzfragen austauschen können. Erfreulich für den Kreis war, dass man als neuen Teilnehmer Werner Winkler begrüßen konnte.

Fritz Schiller berichtete über ein Gespräch mit Micar, nachdem sich die Energie-AG Gedanken über ein Bürgertaxi macht. Das Micar-Projekt beruht auf gesponserten Kleinbussen oder Pkws, die zu einem günstigen Preis von registrierten Bewohnern der Gemeinde genutzt werden können (Carsharing). Sponsoren sind die örtlichen Unternehmen. Die Unterhaltskosten trägt Micar. Der Nutzer zahlt einen relativ günstigen Mietpreis, der zwischen 35 und 50 Euro liegt. Die Organisation liegt bei Micar. Die Gemeinde stellt einen festen Stellplatz. Micar kommt in mehreren Gemeinden unseres Landkreises
zum Einsatz.

Auch das Omobi Konzept in Murnau wurde näher betrachtet. Es ist ein Rufbus-Konzept. Dabei gibt es
in der Gemeinde Murnau mehrere hundert Haltestellen, die von zwei Kleinbussen bedient werden. Betriebszeit ist von 6 bis 20 Uhr, montags bis freitags. Der Preis pro Fahrt beträgt zwei Euro. Hier kommen angestellte Fahrer zum Einsatz. Täglich werden rund 110 Personen transportiert. Die Finanzierung erfolgt über öffentliche ÖPNV Gelder durch die Gemeinde. Omobi könnte auch für Reisbach ein Konzept erstellen, berichtet aber, dass sie bei der Ausschreibung im Landkreis Dingolfing-Landau nicht zum Zuge gekommen sind. Aus diesem Grund hat der Sprecher Ewald Hottenroth mit Herrn Obermeier, dem ÖPNV-Manager des Landkreises telefoniert. Es wurden zehn Anbieter ausgewählt.

Jetzt wird festgelegt, was für den Landkreis in Frage kommt. Danach kommt die Konzeptphase. Somit stellt sich für die Energie AG die Frage, ob man überhaupt an dieser Stelle weitermachen oder auf den Landkreis warten soll. Auch gab es eine kleine Rückschau auf die Wintervortragsreihe 2021/22, die gut besucht war.

Geballte Kompetenz

Natur- und Klimaschutz: Landkreis fachlich bestens aufgestellt

Quelle: Dingolfinger Anzeiger, Isabella Vogl, Stand 19.05.2022

Vier neue Mitarbeiter: Der Landkreis meint es mit der Klimarettung richtig ernst

Vier neue Mitarbeiter, ein ähnliches Ziel – Klimaschutzmanagerin, Moorbeauftragter und Fachkräfte für Naturschutzbehörde verpflichtet

Quelle: Landauer Neue Presse, Berhard Nadler, Stand 16.05.2022, 18:25 Uhr

Die neuen Mitarbeiter setzen sich für den Klimaschutz ein (von links): Moorbeauftragter Aaron Hoyer, die Fachkräfte Kathrin Kaltenbacher und Bastian Thom sowie Klimaschutzmanagerin Katrin Riedmayr. −Foto: Nadler

 

“Es freut mich total”, jubelte Grünen-Kreisrätin Franziska Sänftl bei der Vorstellung der neuen Klimaschutzmanagerin. Katrin Riedmayr ist sich sicher: “Die Energiewende ist unabdingbar.” Was nicht allen Kreisräten gefiel, ist ihre erste Aufgabe: ein Konzept zu erstellen. “Wir müssen jetzt handeln und haben keine zwei Jahre Zeit”, klagte Kreisrat Alois Aigner. Landrat Werner Bumeder zeigte sich überzeugt, dass es richtig sei, jetzt die Ziele zu definieren und herauszufinden, wie diese zu erreichen sind. “Das heißt nicht, dass wir jetzt eineinhalb Jahre planen, sondern wir werden natürlich parallel Maßnahmen umsetzen”, versprach der Landrat.

Erst soll ein Ziel für den Landkreis definiert werden

Klimaschutzmanagerin Riedmayr hat an der TU München “Nachwachsende Rohstoffe” studiert, arbeitete am Technologie- und Förderzentrum in Straubing, erstellte die Nachhaltigkeitsbewertung für das Start-Up GuudCard und ist seit März Klimaschutzmanagerin von Dingolfing-Landau.

Landrat Bumeder erklärte, dass dies eine geförderte Stelle sei und deswegen müsse sie zuerst ein Konzept erarbeiten. “Im Landkreis gibt es noch keine Zielsetzung”, erklärte Riedmayr, zumindest keine schriftlich fixierte Definition. Als grundlegende Aufgabe sehe sie es, alle, die im Klimaschutz bereits aktiv sind, miteinander zu vernetzen, die Öffentlichkeit zu informieren und schließlich ein “integriertes Klimaschutzkonzept” zu erstellen.

Es gebe viele Ansätze und sie erklärte unter anderem: “In privaten Haushalten sehen wir große Potenziale.” Im Februar nächsten Jahres soll die Klimaschutzmanagerin ihren Konzeptentwurf einreichen, im Juli 2023 soll das Konzept eingereicht werden.

Sie versprach, umfangreiche Ansätze in ihr Konzept einfließen zu lassen und da hatten die Kreisräte im Klimaausschuss gleich ein paar Anregungen. Simbachs Bürgermeister Herbert Sporrer beklagte “Steinwüsten in den Gärten. Auch die Pools werden immer mehr.” In Zeiten von immer weniger Wasser brauche man hier Meinungsbildung, forderte er die neue Managerin auf.

Wichtig ist Josef Pellkofer jun., dass man “das Stromnetz intelligent macht” und das gehe nur, wenn man beispielsweise die Stadtwerke miteinbeziehe. Gerade in Sachen nachhaltiger Stromerzeugung passiere extrem viel.

“Ich wünsche mir, dass Sie so viel wie möglich dabei erklären”, sagte Kreisrat Benjamin Taitsch Richtung Riedmayr. “Klimaschutz ist ein wahnsinnig sensibles Thema. Ich habe eine ganz große Bitte, dass man das Konzept mit dem nötigen Menschenverstand und der nötigen Evidenz und weniger Ideologie wahrnimmt”, so Taitsch.

Landrat Bumeder informierte, dass ein Netzwerk vorgesehen sei und dass es auch sein Ziel sei: “Dass das Bewusstsein geschärft wird.” Nachdem sich viele über die neu besetzte Stelle freuen, sagte Bumeder zu Katrin Riedmayr: “Große Hoffnungen werden in Sie gesetzt.”

Landrat Bumeder betont “hohen Stellenwert”

Diese Aussage trifft auch auf die weiteren Mitarbeiter zu. Kathrin Kaltenbacher und Bastian Thom verstärken als zusätzliche Fachkräfte die Naturschutzbehörde. Kaltenbacher kümmert sich hierbei vorrangig um die Gemeinden Simbach, Reisbach, Gottfrieding und Mamming, während Thom für Mengkofen, Loiching und Niederviehbach zuständig ist. “Wir haben das Team in der Naturschutzbehörde deutlich aufgestockt”, zeigt sich Landrat Bumeder zufrieden und signalisierte damit den “hohen Stellenwert”.

Dazu passt auch der neue Moorbeauftragte Aaron Hoyer. Er ist der Fachmann für das Königsauer Moos, nicht nur wegen seiner Ausbildung in nachwachsenden Rohstoffen, sondern auch wegen seiner Heimat. Er wohnt in Gottfriedingerschwaige und kennt von daher das Königsauer Moos sehr genau.

“Wir decken die ganze Palette ab”, freut sich Bumeder am Ende der Vorstellung. Er informierte, dass der Landkreis in Sachen Wiedervernässung des Königsauer Mooses das Wasserrechtsverfahren beauftragt habe und dass er damit rechne, dass heuer noch Baumaßnahmen erfolgen werden. Sachbearbeiter Johannes Neuner erklärte in der Sitzung, dass der Förderbescheid inzwischen bewilligt sei und dass man dabei sei, die Maßnahmen konkret vorzubereiten. Er kann verstehen, wenn mancher Kreisrat zur Eile drängt und versprach, in zwei Informationsveranstaltungen die Anwohner sowie die Öffentlichkeit erneut zu informieren. Er ist überzeugt, dass “heuer noch die Umsetzung” erfolge. Landrat Bumeder hofft, dass sich der Boden im Moor über den Winter vollsaugen wird, damit es schon nächstes Jahr erste Auswirkungen zu sehen gebe.

Benjamin Taitsch freut sich über die Informationsveranstaltungen, dass es hier um feuchte Wiesen und nicht um Sumpf oder tiefe Moore gehe, war ihm lange nicht bekannt. Kreisrat Alois Aigner zeigt sich enttäuscht: “Wenn wir im Klimaschutz etwas erreichen wollen, gilt, je nässer umso besser.” Ein bisschen bremsen möchte Landrat Bumeder das Aufsehen in der Öffentlichkeit. Er warnt: “Wir dürfen keinen Königsauer-Moos-Tourismus entstehen lassen.” Die Wiedervernässung werde auf 30 Hektar beginnen, aber im gesamten Planungsgebiet sind über 800 Hektar. “Wir haben uns sehr viel vorgenommen”, betont Bumeder.

Den gesamten Artikel finden Sie hier. Stand: 16.05.2022